Kann man über eine Tumorerkrankung und Chemotherapie Witze machen?
Was auf den ersten Blick seltsam erscheint, gelang Inka Meyer am 18.02.26 in ihrem noch neuen Programm „Highway to Health“, welches sie im Rahmen des kabarettistischen Aschermittwochs der GL im Zehnkeller präsentierte.
Es hatte fast etwas von „Deep Talk“, denn die Künstlerin traute sich, neben ulkigen Anekdoten über ausgebuddelte Weckmehlgläser in Pommern und das Schicksal von Kassenpatienten, die nach der OP quasi direkt im Bett an die Bushaltestelle gefahren werden, während auf die privaten der Taxifahrer wartet, vor allem auch von ihrer eigenen Krebserkrankung, Chemotherapie und Heilung bereits in jungen Jahren zu berichten. Damit erreichte sie auf eine sehr spezielle Art ihr Publikum emotional; ist es doch ungewöhnlich, dass sich eine Künstlerin scharfzüngig- verletzlich präsentiert.
„Tumor ist, wenn man trotzdem lacht.“ – Mit dieser schwarzhumorigen Art überraschte sie das gemischte Publikum in der ersten Programmhälfte, das manchmal nicht so recht wusste, ob es lachen kann, will oder soll. Doch gespickt mit zahlreichen Wortspielen, Geschichten über Doktor Titan oder jiddischen Weisheiten gelang der Kunstgriff, dieses ernste Thema tatsächlich kabarettistisch anzulegen. „Mutig!“, „Gut.“, beurteilten viele Gäste das Programm.
Hut ab, Inka!
Katja Wittmann






